Kennzeichnung

Die Kennzeichnung pfandpflichtiger Einweggetränkeverpackung ist zentrales Element und Grundlage der Funktionalität des DPG-Systems. Getränkehersteller und Importeure, die sich zu einer Teilnahme am DPG-System entscheiden, verpflichten sich, ihre pfandpflichtigen Einweggetränkeverpackung nach den Vorgaben der DPG zu kennzeichnen. Diese Kennzeichnung besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten:

" der sog. "DPG-Markierung" mit einer speziellen DPG-Farbe und
" einer exklusiv für den deutschen Markt verwendeten Artikelnummer (GTIN).

Der Kennzeichnung von Einweggetränkeverpackungen kommt im DPG-System eine entscheidende Bedeutung zu, aus diesem Grund darf sie nur von speziell dafür zugelassenen Etikettendruckern und Dosenherstellern in zertifizierten Standorten vorgenommen werden. Nur diese dürfen die hierfür erforderliche DPG-Farbe verwenden.

Die Kennzeichnung von DPG-Verpackungen erfüllt mehrere Funktionen:

1. Kennzeichnung als bepfandete Einweggetränkeverpackung

Getränkeverpackungen, die eine DPG-Markierung tragen, sind damit hinreichend als "pfandpflichtig im Sinne der Verpackungsverordnung" gekennzeichnet.

2. Pfandwerthaltigkeit der Verpackung

Die DPG-Markierung auf einer Getränkeverpackung zeigt dem Verbraucher an, dass diese unter Erstattung des Einwegpfandes bei einer entsprechenden Rücknahmestelle zurückgegeben werden kann.

3. Zugehörigkeit zum DPG-System

Nur Unternehmen, die sich am DPG-System beteiligen, sind berechtigt, die DPG-Markierung auf ihre pfandpflichtigen Getränkeverpackungen aufbringen zu lassen. Groß- und Einzelhändler sowie Verbraucher haben durch diese Markierung die Gewissheit, dass eine Pfanderstattung und ein Pfand-Clearing für derart gekennzeichnete Getränkeverpackungen über das DPG-System erfolgt.

4. Schutz vor Missbrauch

Die DPG-Markierung auf Etiketten oder Getränkedosen weist spezielle Sicherheitsmerkmale auf, die bei der automatisieren Rücknahme entsprechend geprüft werden.

5. Eindeutige Zuordnung zu einem Pfandkontoführer

Alle auf DPG-Verpackungen aufgedruckten Artikelnummern (GTIN) sind in der DPG-Stammdatenbank hinterlegt. Jeder DPG-Systemteilnehmer kann auf diese Datenbank zugreifen und somit eine eindeutige Zuordnung jeder Verpackung zu dem entsprechend verantwortlichen Pfandkontoführer durchführen.

6. Erkennung von Verpackung in DPG-Rücknahmevorrichtungen

Bei der Rückgabe von DPG-Verpackungen in den DPG-Rücknahmeautomaten des Einzelhandels bzw. bei der einer händischen Rücknahme nachgelagerten automatischen Erfassung im Großzählzentrum wird jede DPG-Verpackung auf ihre sicherheitsrelevanten Merkmale hin untersucht. Nur für DPG-Verpackungen, die vollständig erkannt werden, ist ein Pfandgeldausgleich über das DPG-System möglich.

Folgende Etikettendrucker und Dosenhersteller sind für die Herstellung von Etiketten und Getränkedosen im DPG-System zugelassen: